Böhlergasse
Begründer der modernen Unfallchirurgie
- Benannt nach
- Lorenz Böhler (1885–1973)
- Geboren
- 15. Jänner 1885, Wolfurt, Vorarlberg
- Gestorben
- 20. Jänner 1973, Wien
- Lage in Hennersdorf
- Siedlung ‚Achauer Spitz' am südöstlichen Ortsausgang
- Gemeinderatsbeschluss
- 6. Mai 1983
Lorenz Böhler gilt als Begründer der modernen Unfallchirurgie. Nach zahlreichen Reisen nach Süd- und Nordamerika, wo er sich weiter ausbildete, entwickelte er 1916 eine neue Methode zur fachgemäßen Ruhigstellung von Knochenbrüchen und verwendete erstmals einen Marknagel zur Heilung gebrochener Knochen.
Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er an der Chirurgischen Klinik Hochenegg und der Orthopädischen Universitätsklinik von Adolf Lorenz in Wien, war Chirurg in Gries bei Bozen und danach Leiter des Krankenhauses in Brixen. 1925 wurde er Primarius und Direktor des nach seinen Plänen errichteten ersten Unfallkrankenhauses in Wien (Lorenz-Böhler-Krankenhaus). 1930 habilitierte er an der Wiener Universität, wurde 1936 außerordentlicher Professor und 1954 ordentlicher Professor für Unfallchirurgie.
Er verfasste 450 wissenschaftliche Werke, darunter sein dreibändiges Hauptwerk "Technik der Knochenbruchbehandlung" (1929), das in 13 deutschen Auflagen erschien und in alle Weltsprachen übersetzt wurde.
Wussten Sie?
Böhlers Hauptwerk wurde in alle Weltsprachen übersetzt: ein Standardwerk der Unfallchirurgie, das Generationen von Ärzten weltweit geprägt hat.
